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Um diese Zeit, so ungefähr,
ein ganzes Jahr lang ist es her,
saßen Frundsbergs lust'ge Buben
im Loaswirt seiner kloanen Stub'n,
und was vor einem Jahr geschehen,
soll nicht einfach so vergehen,
Revue lass ich es heut passieren,
s'braucht sich niemand zu genieren,
doch den Jungen sei empfohlen
zuzuhör'n,
und nit verstohlen
am Bier zu nippen,
schwätzen oder Fingerschnippen,
sondern zu zieh'n voll Eifer heit
die Lehr' aus der Vergangenheit.
Und jene Fehler lasst schön bleiben,
sonst muss i negschts Jahr euch beschreiben.
Der Dasl rief als Senior,
wie schon gesagt vor einem Jahr,
in die Loas,
nach ebenhier
zu Schnitzel, Kneipe und am Bier.
So machten sich, voll Freud darauf,
die Bundesbrüder loaswärts auf.
Dieser trat in die Pedale,
jener plagte die Sandale,
der andre sang einen Chanson
und drehte dabei am Volant.
Zwölf ganz besonders faule Hund
taten derweil dem Garga kund:
"Fux, wirf an dein Transitbus,
ab zu Kneip und Biergenuß!"
Der Garga sprach: "Sofort, die Herrn,
mit Pläsier und herzlich gern."
So knatterte der Ford bergan,
im ersten Gange und recht lahm.
Wie man schon recht weit gekommen,
hat der Xerxes sich besonnen:
"Die Tradition, die wir so lieben,
verlangt an Stopp im Hotel Frieden.
A Bier, a klitzekloanigkloans,
a Glasl Wein, aber nur oans,
dem Blei zur Ehr und uns zum Gut,
s'dauert sicher koa Minut'!"
Aus dem Bier wurden bald drei,
die Zeit verflog, s'war einerlei.
In der Loas, mit ernster Mine,
sprach der Dasl böse:
"Sine
Tempus, hob i denen g'sogt,
mit die Leit isch es a Plag.
Mir heben an, wenn's dei verpennen,
wisst's eh, wo sie mi lecken kennen!"
Als wir dann endlich eingetroffen,
wurde schon kneipal gesoffen.
Damit wir auch noch etwas ham,
fing es glei von vorne an.
Frieden und Xerx, wenn jemand fragt,
(wia ma so schön neudeutsch sagt)
They two were the reason why
der Loaskneipanfänge war'n zwei.
Der Moses ist ein braver Bub,
wie man ihn selten finden tut.
Mit der Tiroler Wasserkraft,
sorgt er, dass ois elektrisch lafft,
im Grillen ist er ein Genie,
a Raidersspiel versäumt er nie,
den Glüh, den liebt er gar so sehr,
dass mancher glaubt in Linz er wär,
und wie der Erdelipsoid,
ist am Äquator er solid,
man sieht, DIE Rose hat koan Dorn,
a Kerl, von echtem Schrot und Korn.
(Und außerdem, schleim, schleim, schleim, schleim,
wird er unser Chef bald sein)
Dem Oberon, dem Fuchsmajör,
gefiel der Moses lang schon söhr,
und auf der Loaskneip ist's geschehn,
Baron hat Moses angesehn,
und dacht bei sich: "Ein so ein Mann,
mir nur als Vorbild dienen kann!"
doch leider, just zu jener Zeit,
war der Moe schon ziemlich breit.
Um seinem Vorbild nachzukommen,
hat auch Baron sich übernommen,
und war bald, mehr als gut ist, heiter,
der Moses jedoch, der trank weiter,
das Himmelreich ersoff er sich,
mit Bier, Schnaps, Wein, das tut man nicht,
und ach seht, es presst der Moe,
die Hand an' Mund und rennt auf's Klo,
dem Oberon, ihm hinterdrein,
wird wohl auch speiübel sein.
Der Moses, schon ganz Senior,
Macht es Obaron schön vor,
und spie, wie es die Sitte will,
in der Schüssel Mitte viel.
Der Baron jedoch, das Luder,
dachte sich: "Du lieber Bruder,
hast du das Klo für dieses Jahr,
dann speib ich halt ins Pissoir!"
Die Untat folgte also dann,
und wie man daraus sehen kann,
erwächst aus Missetat kein Nutzen,
denn ein and'rer durfte putzen.
Derweil war Paragraf voll Wonnen,
weil er gerade aufgenommen,
und recipiert in unserm Kreise,
und dacht bei sich ganz still und leise:
"Was mich stört, zu dieser Stund'
ist Automatix, dieser Hund,
nein, den Kerl den mag ich nicht!"
Drum schlug er ihn auch ins Gesicht.
Und wieder sieht der kluge Mann,
dass Untat niemals nützen kann,
war das Werk von Paras Händ,
doch Tagesordnung am Convent.
Der Mann, und der Student erst recht,
findet Weibsvolk niemals schlecht,
und ist es noch recht hübsch geraten,
versucht er es gleich anzubraten.
So fanden wir vor einem Johr,
zwei Touristinnen hier vor.
Die Mutter, wie das Töchterlein,
waren vom Anblick her sehr fein,
und haben bald den Burgen g'lichen,
belagert von euch Geilerichen,
und von mir,
die Disziplin
des Bratens bracht mir schon Platin.
Doch lag's an unserm schlechten Singen,
am Bierdunst oder and'ren Dingen,
die nicht oder zuviel vorhanden,
keiner von uns konnte landen,
sogar des Scaramanders Stück,
blieb in der Hos' und ohne Glück.
Was tut der Mann in solchen Fällen:
Er geht sich noch ein Bier bestellen.
So tranken wir noch froh und heiter,
die ganze Nacht lang wacker weiter,
und erst in frühen Morgenstunden,
haben wir das Bett gefunden.
Am nächsten Tage war mir fad,
mit letzter Kraft kroch ich ins Bad,
denn im Kopf und auch im Magen,
tat der Katzenjammer plagen,
im Spiegel schaut' ich ein Gespenst,
grad, dass die no selbst erkennst',
der Kopfweh dröhnt, es war ein graus,
der Sauferei schwor ich das Aus.
Doch in meinem Weh und Ach,
störte plötzlich mich ein Krach.
An mir vorbei und stracks zum Klo,
die Mine alles, nur nit froh,
sah ich blitzgleich Tacho sausen,
vernahm sein Würgen dann mit Grausen.
Das kürzte meinen Aufenthalt,
im Bade ab, so ging ich halt,
hinunter und trank mir zum Wohl,
ein Bier wider dem Methanol.
Der Scotch, der ist ein feiner Mann,
der auf dem Fahrrad sehr viel kann.
So dacht er sich:
"Lass ich auch morgen,
hinter mir die Alltagssorgen,
denn in den Urlaub fahre ich,
a letzter Berg, a letzter Stich,
das muß noch sein, drum ab mit mir,
zur Loaskneip auf a kleines Bier.
Mehr trank er schließlich wirklich nicht,
stets den Urlaub vor'm G'sicht.
Doch ach, es straft, ihr ahnt es schon,
das Schicksal alles Wünschen Hohn,
statt in den Süden flog er bald
in hohem Bogen in den Wald,
und von dort ins Krankenhaus,
mit dem Süden war's dann aus.
So bleibt mir nur das Resümee,
all's in allem war es schee,
Gott sei Lob isch nix passiert,
a bissl hamma uns blamiert,
doch tat ma ois Philister bleiben,
hat i jo gar nichts mehr zu schreiben.
Drum wider der Philisterei,
es lebt der Bursche froh und frei.
© Spike 2004
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